Turntalente messen sich beim Metropol-Cup

Leon Wendt und David Dik sicherten sich Medaillen. Es gab weitere gute Platzierungen in den verschiedenen Wettkämpfen.

Leon Wendt, Foto: Jens Neckermann

Einige der besten deutschen Jugendturner trafen sich beim Metropol-Cup Rhein-Neckar im Sportzentrum Süd zum sportlichen Vergleich. Mehr als 130 Athleten nutzten den von der KTG Heidelberg veranstalteten Wettbewerb für eine letzte Positionsbestimmung vor den Landesmeisterschaften und den Deutschen Jugendmeisterschaften im Juli. Die Heidelberger Vereine schickten die zahlenmäßig stärkste Gruppe über alle Altersklassen von 6 bis 18 Jahren unter dem Dach der KTG Heidelberg an den Start. Der 18-jährige Leon Wendt (SG Kirchheim) siegte nach einem guten Kür-Sechskampf in der Jugend A/B. David Dik (ebenfalls SGK) sicherte sich in der AK 10 den 3. Platz auf dem Siegertreppchen.

Alle weiteren Podestplätze gingen an auswärtige Talente. Neun Wettkämpfe standen beim Metropol-Cup auf dem Programm. Sie reichten von den Pflichtwettbewerben aus der Altersklasse 7 bis hin zum Kür-Sechskampf der Jugend A. Insbesondere die starken Nachwuchskräfte aus der Reihe der Heidelberger Turner, die sich jüngst mit guten Leistungen in der Nachwuchsbundesliga präsentierten, konnten sich den Heimvorteil nicht zunutze machen. „Den Jungs unterliefen hier zu viele Fehler. Bei den Jüngeren dagegen sind einige in ihrer turnerischen Entwicklung noch nicht so weit. Uns war es aber wichtig, dass sie erste Wettkampferfahrung sammeln“, fasst Markus Wellenreuther das Ergebnis zusammen. Der Hauptorganisator des Cups und Trainer der KTG Heidelberg zählte vor allem die noch laufende Vorbereitung bis zum Zeitpunkt der entscheidenden Jugendmeisterschaften zu den Ursachen Für die Jüngeren bis zur AK 11 sind es noch vier Wochen Vorbereitung bis zu den Landesmeisterschaften. Ab der AK 12 bis zur Jugend A sogar noch zwei Monate bis zu den Deutschen Jugendmeisterschaften. So reichte es für Shimon Aoki (AK 15/16, SGK) beim Cup nur für den undankbaren 4. Platz. Henry Geberth (AK 9/10) und Nikita Fedosov (AK 11/ beide SGK) belegten 5. Plätze, unter den besten 10 im großen Starterfeld der unteren Altersklassen behaupteten sich auch Hanzhang Liu (AK 8, KuSG Leimen) und Thomas Johnson (AK 11/12, Heidelberger TV).

Insbesondere die Turner vom Turnzentrum Bochum-Witten, dem Hessischen Verband und einige der baden-württembergischen Vereine zeigten sich in bester Form. „Generell war das Gesamtniveau sehr hoch. Es kommen immer mehr Stützpunkte hinzu. In diesem Jahr hatten wir zum Beispiel erstmals den Niedersächsischen Turnerbund zu Gast“, bilanzierte Wellenreuther. Im Jahr 5 des Cups hat sich die Veranstaltung bundesweit etabliert.

In die Entscheidung um den Wanderpokal des Turngau Heidelberg für den besten Stützpunkt konnte die KTG Heidelberg in diesem Jahr nicht eingreifen. Den Pokal holten sich erstmals die Turner vom Turnzentrum Bochum-Witten, vor dem Kunstturnforum Stuttgart. Der Hessische Turnverband kam auf Rang 3. Für die Medaillen und Siegprämien, die die Besten mit nach Hause nehmen konnten, hatten die Organisatoren zahlreiche Sponsoren aus der Region gewinnen können.

Den krönenden Abschluss des Wettbewerbs bildete das „Metropol-Cup“-Final. Die besten Kürturner der vier oberen Altersklassen traten dabei nochmals an einem Gerät ihrer Wahl gegeneinander an. Dabei musste sich Leon Wendt im Sprung-Duell gegen den jüngeren Arne Halbisch vom TSV Baltmannsweiler geschlagen geben. Im Vergleich der Sieger aus der AK13/14 und AK 12 sicherte sich der ältere Timo Eder (MTV Ludwigsburg) vor Jack Hatch (Eintracht Frankfurt) die Siegprämie.