Shimon Aoki und Leon Wendt holen Medaillen

Shimon Aoki und Leon Wendt holen in den Gerätfinals bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Silber und Bronze ... Thorben Krebs verletzt sich unglücklich ...

Philipp Schulze

Shimon Aoki

Ferdinand von Strachwitz

Leon Wendt

Thorben Krebs

Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften starteten in diesem Jahr

  • Philipp Schulze in der Altersklasse (AK) 12,
  • Shimon Aoki und Ferdinand von Strachwitz in der AK 13/14,
  • Leon Wendt in der AK 15/16 und
  • Thorben Krebs in der AK 17/18.

Betreut wurden die Athleten von Markus Wellenreuther, Leiter der Turn-Talentschule Heidelberg und Kenji Howoldt, dem Leiter von Kinder in Bewegung und Trainer der Nachwuchsgruppe im städtischen Turnzentrum Heidelberg.

Philipp Schulze konnte seinen Pflicht-8-Kampf (49,7 P.) am ersten Wettkampftag und Kür-6-Kampf (59,5 P.) am 2. Wettkampftag recht ordentlich präsentieren und kam bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft mit insgesamt 109,2 Punkten auf einen respektablen 11. Platz.

Shimon Aoki und Ferdinand von Strachwitz mussten leider bereits in der Plficht mit 47,35 bzw. 42,925 Punkten schon Federn lassen, sodass mit einer Platzierung unter den Top Ten kaum noch zu rechnen war. Shimon hatte zudem am zweiten Tag etwas Pech am Boden, sodass er auch hier einige Abzüge in Kauf nehmen musste. Sein letztendlich 10. Platz war dennoch recht zufriedenstellend, nachdem er 2017 auf Platz 16 gelandet war. Ferdinand war 2017 auf Platz 23 und erreichte in diesem Jahr Platz 21. Sein Absteiger am Pauschenpferd verhinderte leider eine Platzierung unter die ersten zwanzig deutschen Turner seiner Altersklasse.

Shimon hatte sich jedoch mit seiner Plicht- und Kürleistung zu den Gerätfinals Pferd und Sprung qualifiziert. Am letzten Wettkampftag gelang es ihm, mit einer sauberen Pferdleistung die Silbermedaille und am Sprung die Bronzemedaille zu ergattern.

Leon Wendt und sein Landestrainer Christoph Haase waren im Vorfeld der Meisterschaften voller Hoffnung, da Leon nach langer Verletzungspause endlich wieder ein kompletten Wettkamp durchstehen wollte. Dies gelang ihm zwar, jedoch hatte er ausgerechnet an seinen Paradegeräten Boden (6,4 P.) und Ringe (5,5 P.) bereits am ersten Wettkampftag Pech, sodass er eigentlich wenig Lust verspürte, den 12-Kampf mit dem 2. Wettkampftag noch zu Ende zu führen. Die eindringlichen Hinweise seines betreuenden Coaches Markus Wellenreuther nahm er sich jedoch zu Herzen und setzte seinen Wettkampf bis zum letzten Gerät fort. Ergebnis: Platz 11 mit 109,975 Punkten und die Gewissheit, dass endlich wieder ein kompletter Wettkampf im Kontor steht.

Auch Leon hatte sich mit guten Sprüngen über den Sprungtisch und eine wertige Übung am Barren ins Finale der besten 8 deutschen 15-/16-jährigen Turner qualifiziert. Seine zwei Sprünge im Finale wurden von den Kampfrichtern mit dem undankbaren 4. Platz "belohnt". Am Barren gelang ihm jedoch der Sprung aufs Treppchen, wo er sich die Bronzemedaille umhängen ließ.

Thorben Krebs musste im letzten Jahr wegen einer Verletzung die Deutschen Meisterschaften leider absagen. In diesem Jahr hatte er sich wieder einiges vorgenommen und wollte im letzten Jugendjahr nochmal unter Beweis stellen, dass er zumindest an einigen Geräten zu den besten 8 deutschen Turner gehört. Mit 139,6 Punkten erreichte er den 12. Rang und hatte damit einige ehemalige Bundeskaderturner hinter sich gelassen.

Seine Leistungen im ersten Kür-6-Kampf an den Geräten Pauschenpferd und Sprung reichten, um ihm die Teilnahme an den Gerätfinals zu garantieren. Seine Übung am Pferd konnte er zwar ohne Absteiger zu Ende bringen, die niedrige E-Wertung von 7,05 Punkten, die durch ein paar Unsauberkeiten verursacht wurde, brachten ihm mit 11,25 Punkten letztendlich leider nur den 8. Platz ein. Beim Einturnen am Sprung gelang ihm der Kasamatsu mit 1/1 Drehung und man durfte gespannt sein, wie er sich in diesem starken Teilnehmerfeld behaupten sollte. Weshalb er dann beim anschließenden Wettkampfsprung zu langsam anlief, wusste er selbst nicht zu sagen. Er verlor die notwendige Breitenachsendrehung und musste leider einen verheerenden Sturz in Kauf nehmen, der mit einem Riß mehrerer Fußgelenkbänder endete. Auch hier war somit der 8. Platz die Folge. - Die Hoffnung ist nun, dass Thorben als Leistungsträger der Mannschaft bis zu den Bundesliga-Wettkämpfen im Spätjahr wieder fit ist. Wir drücken die Daumen.