Metropol-Cup mit Teilnehmerrekord

Positionsbestimmung vor den Meisterschaften Knapp 150 Teilnehmer gingen in Heidelberg an den Start.
 

Thorben Krebs holte sich Silber in der Jugend A. Foto: Jens Neckermann

Der Metropol-Cup Rhein-Neckar hat erneut einige der besten Jugendturner aus ganz Deutschland zum sportlichen Vergleich nach Heidelberg gelockt.  Knapp 150 Turner nutzten den vom Turngau veranstalteten Wettbewerb für eine letzte Positionsbestimmung vor den verschiedenen Landesmeisterschaften und den Deutschen Jugendmeisterschaften im Juli. Auch wenn der Turngau dieses Wettkampfformat erst zum vierten Mal austrug, der Zuspruch zeigte, dass sich der Metropol-Cup über die Region hinaus einen Namen gemacht hat.

Thorben Krebs und Eric Donath (beide SG Kirchheim) waren die erfolgreichsten Turner aus einem zahlenmäßig starken Heidelberger Aufgebot. Die beiden 18-Jährigen sicherten sich im Kür-Sechskampf der Jugend A die Plätze 2 und 3. Julian Weller vom MTV Stuttgart setzte sich im spannenden Duell mit Thorben Krebs als Sieger durch. Neun Wettkämpfe standen am Wochenende auf dem Programm. Sie reichten von den Pflichtwettbewerben der Jüngsten aus der Altersklasse 7 bis hin zum Kür-Sechskampf der Jugend A. Insbesondere den starken Nachwuchskräften aus der Reihe der Heidelberger Turner gelang es nicht, sich den Heimvorteil zunutze zu machen. „Den Jungs unterliefen insgesamt zu viele Fehler, bzw. sind einige in ihrer turnerischen Entwicklung noch nicht so weit“, fasst Markus Wellenreuther das Ergebnis zusammen. Der Hauptorganisator des Cups und Trainer der KTG Heidelberg zählte neben einer schlechten Tagesform vor allem den noch langen Weg bis zum Zeitpunkt der entscheidenden Jugendmeisterschaften zu den Ursachen. Denn anders als in vergangenen Jahren, gingen die Titel und alle weiteren Podestplätze aus den Wettkämpfen der jüngeren Altersklassen an auswärtige Talente. Insbesondere die Turner aus den Stützpunkten des Kunstturnforums Stuttgart sowie vom Turnzentrum Bochum-Witten zeigten sich in bester Form. „Generell war das Gesamtniveau sehr hoch. Es kommen immer mehr Stützpunkte hinzu, die in den letzten Jahren in Deutschland noch nicht in Erscheinung getreten sind, wie z.B. Bochum-Witten und die Hessen“, bilanzierte Wellenreuther.

Bei den Heidelberger Turnern, die als Gruppe für die KTG Heidelberg unter Nennung ihrer Heidelberger Stammvereine antraten, belegten Nikita Fedesov (AK 11/SG Kirchheim) und Philipp Schulze (AK 12/Heidelberger TV) beide den undankbaren 4. Platz. Weitere Turner behaupteten sich unter den zehn besten in ihrem Starterfeld. In die Entscheidung um den Wanderpokal des Turngau Heidelberg für den besten Stützpunkt konnte die KTG Heidelberg in diesem Jahr nicht eingreifen. Diesen holten sich die Turner vom Kunstturnforum Stuttgart. Das Turnzentrum Bochum-Witten kam auf Rang 2. Der Vorjahressieger Hessischer Turnverband erzielte vor der KTG Heidelberg die drittbeste Platzierung. Für die Medaillen und Siegprämien, die die Besten mit nach Hause nehmen konnten, hatten die Organisatoren zahlreiche Sponsoren aus der Region gewinnen können.

Die besten Kürturner der vier oberen Altersklassen trugen zum Abschluss des Wettbewerbs das „Metropol-Cup“-Finale an einem Gerät ihrer Wahl aus. Beide Titel gingen an Turner des MTV Stuttgart, die sich deutlich gegen ihre Konkurrenten von der Eintracht Frankfurt durchsetzten. „Das Wettkampfformat hat Zukunft“, urteilt Wellenreuther, so signalisierten die Berliner Turner im kommenden Jahr mit einer größeren Mannschaft dabei sein zu wollen. Und der Chef-Organisator wird sich einen Termin Anfang Mai freihalten.

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