KTG setzt auf junge Talente und Gerätespezialisten

Mit der Begegnung gegen den TV Großen-Linden startet in Heidelberg die Bundesliga-Saison. Das Team geht motiviert an den Start.

Foto: J. Neckermann

Für die KTG Heidelberg startet an diesem Wochenende mit der Begegnung gegen den TV Großen-Linden die 2. Kunstturn-Bundesliga Nord. Sieben Wettkämpfe, davon vier in Heidelberg, stellen das Team um Chefcoach Christian Berberich bis Mitte November vor ein straffes Programm. Eine erste Einschätzung, wo sich die Mannschaft in der Liga etablieren kann, wird nach dem Wochenende möglich sein. Denn das Vorhaben, die KTG Heidelberg mit einem verjüngten Kader und talentierten Nachwuchskräften an den Start zu schicken, soll in dieser Saison weiter vorangetrieben werden. Im letzten Jahr hatten sich Thorben Krebs und Eric Donath aus dem eigenen Nachwuchs der KTG bereits mit eindrucksvollen Leistungen als Bereicherung der Mannschaft erwiesen. In dieser Saison wollen neben dem etablierten Stamm der Mannschaft und dem Belgischen Gastturner Jimmy Verbaeys zwei weitere junge Turner zu den Punkten beitragen.

„Der Nachwuchs soll in unserem Team seine Chance bekommen“, sagt Cheftrainer Christian Berberich. Und dass dieser seine Chance, in der zweiten Liga starten zu können, ergreifen will, zeigen die Leistungen aus zwei Testwettkämpfen vor dem offiziellen Saisonstart. Diese dienten dazu, die für die sechs Geräte geeignetsten Starter herauszufiltern. „Als Neuzugänge haben sich der 17-jährige Karl-Ole Gäbler (Berlin) und Marvin Rauprich (18 Jahre, Karlsruhe) super präsentiert“, bilanziert Berberich. Beide bringen beste Platzierungen von den jeweiligen regionalen Meisterschaften und für ihr Alter bereits bemerkenswerte Souveränität im Wettkampf mit. Davon konnte sich der Coach beim letzten Testwettkampf gegen den StTV Singen überzeugen, der parallel zum Drittligaduell Backnang gegen Hohenlohe unter realen Bedingungen im Scoresystem ausgetragen wurde. „Karl hat mit guten Übungen an Boden, Reck und Ringen eine prima Visitenkarte für den Kader abgegeben. Marvin hat beim kompletten Sechskampf gezeigt, dass sein größtes Potenzial an Boden, Reck und Sprung liegt.“

Eine rundum positive Bilanz mochten die Heidelberger jedoch nicht ziehen. Denn Teamkapitän Daniel Morres, Moritz Ehrhardt und Thorben Krebs haben Verletzungen noch nicht vollständig auskuriert. Zwar zeigte das KTG-Team an Barren und Reck seine gewohnt starke Leistung. An den anderen vier Geräten war für das Betreuerteam jedoch deutlich zu sehen, dass noch einige Trainingseinheiten fehlen. Fit zeigte sich dafür der lange verletzt ausgefallene Michael Wilhelm. „Wir freuen uns auf die neue Saison“, sagt auch Teammanager Manfred Jäger. „Die jungen Turner haben sich gut integriert. Als Team passen sie gut zusammen.“

Am Samstag treffen die Heidelberger mit dem TV Großen-Linden auf eine Mannschaft, die den Aufstieg aus der 3. Liga geschafft hat. Klares Saisonziel der Gäste aus dem Turngau Mittelhessen ist daher der Klassenerhalt. In den jeweiligen Zusammensetzungen sind die beiden Vereine noch nicht aufeinandergetroffen. Auch bei den Gästen sind die talentierten Nachwuchskräfte dabei. Das macht die Begegnung spannend. Zumal es ferner darauf ankommen wird, welcher Trainer seine Strategie im Scoresystem besser durchbringen kann.