Covendos Turn-Team BADEN ist Deutscher Meister

Herzschlagfinale in Ludwigsburg

In einem Herzschlagfinale sicherte sich das Turn-Team BADEN mit dem letzten Sprung die Deutsche Meisterschaft der Nachwuchsbundesliga.

Die Mannschaft unter „Team-Oldie“ Leon Wendt (16 Jahre), der in dieser Saison mit zunehmender Sicherheit seine gute Leistung ablieferte, startete in der Saison mit den weiteren Turnern Eliah Beckenbach, Shimon Aoki, Joel Schauwienold, Ferdinand von Strachwitz (alle KTG Heidelberg) sowie Carl und Lorenz Steckel (KR Karlsruhe).

Die Trainer Christoph Haase (BTB) und Max von Burkersroda (KRK) fuhren mit Zuversicht zum DTL-Finale nach Ludwigsburg: „Es kann alles passieren!“, so die Aussage des Landestrainers Haase.

Nicht ganz einfach, wenn man sich als erstes Gerät dem Pauschenpferd gegenübergestellt sah. So ging man beherzt ans Werk und musste die Zicken des Gerätes dennoch hinnehmen. Ein Absteiger nach eigentlich vollbrachter Übung kurz vor dem Abgang von Carl Steckel sorgte bereits am Anfang des Wettkampfes für einen tiefen Stoßseufzer. Da der Rest der Übung jedoch hochwertig war, wurden seitens der Kampfrichter trotzdem über 10 Punkte gegeben. Die restlichen Übungen liefen durch und man konnte hier zusammen mit der Eintracht Frankfurt und 32,15 Punkten das höchste Pferdergebnis einfahren. „Das war letztendlich der Gewinner“ bestätigte auf Anfrage Max von Burkersroda.

Die Geräteabfolge mit kleinem Parkours (Pferd-Ringe-Boden, danach Barren-Reck-Sprung) ließ, nachdem man das erste Gerät mit Schadensbegrenzung hinter sich gebracht hatte, hoffen. Stets fand sich die Mannschaft auf Rang vier wieder. Der Vorsprung der ersten drei konkurrierenden Mannschaften untereinander war zumeist nur einen Punkt auseinander: Und kurz dahinter das Team aus Baden.

Ringe verlief gut. Alle konnten ihre Tsukaharas in den Stand bringen und jetzt ging es an den Boden, wo Joel Schauwienold mit einer verlässlichen Bodenübung startete, Leon Wendt und Carl Steckel bestätigten konnten und Eliah Beckenbach mit seiner fulminanten Übungen einen Punkt setzte, den die gegnerischen Mannschaften schwer zu verdauen hatten.

In die zweite Runde starteten die Badener ähnlich wie am Pauschenpferd: Leichte Grifffehler und auch einen nicht gestanden Doppelsalto-Abgang hatte man zu verschmerzen. Dennoch hing das Team wie eine Klette an Kiel, Frankfurt und Berlin. Cottbus und Saar schienen abgeschlagen. Die Mannschaft konzentrierte sich in der Folge am Reck darauf, keine Fehler zu machen. Gesagt, getan! Die drei Übungen, die bei einer Streichwertung zum Endergebnis zählten, waren konkurrenzfähig. Alle Übungen ohne Standfehler.

Nun ging’s an den Sprung, und die Mannschaft wusste, dass sie hier mit ihren Pfunden wuchern konnte. Die Sprünge von Joel, Leon, Eliah und Carl überzeugten die Kampfrichter und die Jungs setzten damit den finalen Schuss, der sie mit 55 Zehnteln und dem höchsten Sprungresultat des Tages von 37,95 Punkten auf das Siegerpodest stellen sollte. Hier bekamen sie am Abend vor dem großen DTL-Bundesliga-Finale der Aktiven von DTL-Präsident Jens-Uwe Kunze und Olympiasieger Fabian Hambüchen den großen Meisterschaftpokal überreicht.

Ein großer Erfolg für Baden, Heidelberg und Karlsruhe.

Vielen Dank dem Sponsor Covendos und den beteiligten Heim-Kampfrichtern.