2. Bundesliga: Auswärtssieg gegen die KTV Obere Lahn

Die KTG Heidelberg gewinnt in Biedenkopf mit 50:29. Das bedeutet Platz 3 in der Nord-Staffel der 2. Kunstturnbundesliga.

Eliah Beckenbach (Foto: Neckermann)

Nach ihrem 50:29-Sieg gegen die KTV Obere Lahn steht die KTG Heidelberg wieder auf Platz 3 in der Nord-Staffel der 2. Kunstturnbundesliga. Was sich nach den Punkten als eindeutige Angelegenheit für die KTG liest, war bei der Auswärtsbegegnung im hessischen Biedenkopf allerdings ein hartes Stück Arbeit für die Mannschaft. „Die KTG-Leistung war nicht optimal“, bilanzierte Chefcoach Christian Berberich. „Das Team hat die Entscheidung durch kleine Fehler und zwei Stürze am Pferd spannend gemacht.“ Der Aufsteiger KTV Obere Lahn turnt die Saison mit Nachwuchsturnern, hat allerdings zwei hochklassige ausländische Gastturner im Team. „Das war ein Pflichtsieg“, sagte auch Team-Kapitän Michael Wilhelm zum Duell gegen den Tabellenletzten.

Der Start am Boden verlief mit vier starken Übungen vielversprechend. Die KTG setzte sich gleich mit 11:2 Scorepunkten ab. Am Pferd konnte das Team seine höheren Ausgangswerte durch die Stürze nicht gewinnbringend verwerten. Dafür gab es einen knappen Sieg an den Ringen, die im bisherigen Saisonverlauf das unberechenbarste Gerät waren. Zur Halbzeit stand es 20:11 für die KTG. Highlight am Sprung war die erstmals von Eliah Beckenbach im Wettkampf geturnte Doppelschraube. Ein hohes Unentschieden (9:9 Scorepunkte) gab es im spannenden Vergleich am Barren, der sich als stärkstes Gerät der KTV entpuppte. Am Reck baute die KTG ihren Vorsprung um 8 Scorepunkte aus. Routiniert und sicher präsentierten sich Michael Wilhelm, Jimmy Verbaeys, Eliah Beckenbach und Daniel Morres. Der Belgier Verbaeys holte 21 Scorepunkte für die KTG und wurde TopScorer des Tages.

Aus KTG-Sicht ist besonders die Leistung von Eliah Beckenbach hervorzuheben. Bei seinem zweiten Bundesliga-Einsatz überzeugte er erneut mit einem ganz starken Auftritt. An Boden, Sprung und Reck ging er jeweils als Erster an das Gerät. Den Gastgebern blieb in der Wettkampfchoreographie keine andere Lösung, als ihre starken internationalen Teammitglieder, den armenischen WM-Teilnehmer Artur Davtyan und den weißrussischen WM-Teilnehmer Andrey Likhovitskiy, ans Gerät zu schicken, um das Duell gewinnen zu können.

 

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